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Europa gewinnt den Ryder Cup 2018

Golf-News vom 01.10.2018:

Europa gewinnt den Ryder Cup 2018

Europa gewinnt den 42. Ryder Cup im Le Golf National vor den Toren von Paris mit 17,5 zu 10,5 gegen die USA. Francesco Molinari gewinnt als erster Europäer alle fünf möglichen Punkte und Sergio Garcia wird zum erfolgreichsten Ryder-Cup-Spieler aller Zeiten.

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Francesco Molinari ist der Matchwinner beim 17,5 zu 10,5.

Für Kapitän Thomas Björn und Europas beste zwölf Golfprofis hätte es beim 42. Ryder Cup vor den Toren von Paris nicht besser laufen können. Ein Gutteil der zum größten Golfevent der Welt angereisten 270.000 Fans peitschten ihre "Bleus" regelrecht zum Sieg. Der Wind trug Fan-Gesänge über den Albatros Course im Le Golf National, wie man es noch nicht erlebt hatte. Das Setup war perfekt, die schweren Bedingungen lagen den Europäern besser, so dass sie den Kontinentalvergleich mit 17,5 zu 10,5 wieder nach Europa holen konnten, nachdem er vor zwei Jahren in Hazeltine mit 17 zu 11 an die USA gegangen war.

Am Freitag ging es noch holprig und etwas unglücklich mit einem Rückstand von 1 zu 3 aus den ersten Vierern, am Nachmittag schrieb das Team um Francesco Molinari und Tommy Fleetwood dann Geschichte und sammelte erstmals überhaupt 4 zu 0 Punkte in den Foursomes. Mit einem 3 zu 1 ging es Samstagmorgen fast schon unglaublich gut weiter und am Nachmittag sammelten der British-Open-Champion aus Italien und der Rookie aus England ihren vierten Punkt aus vier Matches - erneuter Rekord für Europäer. Drei Mal "vermöbelten" sie Tiger Woods nach allen Regeln der Kunst und entzauberten den Superstar des US-Team mit 2&1, 4&3 und 5&4. "Sie haben jeden Putt gelocht und sind eben über sich hinausgewachsen - dem konnten wir zu wenig entgegensetzen", musste Woods anerkennen. "Das ist einfach unglaublich und es ist ja erst Samstag", äußerte sich Fleetwood optimistisch, am Sonntag auf jeden Fall noch einen obendrauf zu setzen. Er sei "really, really, really happy" über den Verlauf, kommentierte Kapitän Björn.

Mit 10 zu 6 ging es in die Einzel am Sonntag. Den Auftakt bildeten Justin Thomas und Rory McIlroy, der anders als in Medinah 2012 rechtzeitig auf der Anlage war und perfekt vorbereitet antrat, um sich eines der stärksten Matches zu liefern. Wie in einem Fußballstadion beim Champions-League-Finale muss er sich an den Löchern 1 und 2 gefühlt haben - mit Rory- und Europe-Rufen und Gesängen im Wechsel. Zwischen den beiden Frontrunnern blieb es bis zuletzt eng, während weiter hinten seine Kollegen wacker um blaue Fahnen kämpften. 4,5 Punkte aus zwölf Einzeln sollten reichen, um den seit 1927 ausgetragenen Cup zurückzuerobern. Nach einem guten Start sollte es kurzzeitig ziemlich brenzlig werden…

Casey punktet als erster

McIlroy rettete noch am 17. Loch mit beherztem Up-and-down das Par, um bei all square auf die 18 zu gehen. Es sollte jedoch ein Doppel-Bogey werden gegen das Birdie von Thomas. Der Punkt ging an Team USA, die plötzlich zu erwachen schienen und vermehrt die Fäuste ballen konnten. "Hoffentlich sehen die anderen, dass ich das Match noch drehen konnte, das wäre wichtig", so Thomas noch verhalten. Nur gut, dass Paul Casey einsprang und zumindest den ersten halben Punkt im zweiten Match gegen Brooks Koepka holen konnte. "Sehr wichtig, dieser halbe Punkt. Ich bin stolz, dass ich das miterleben durfte", sagte Casey direkt am Grün.

Auf 11,5 Punkte ging Thorbjörn Olesen mit einem frühen 5&4-Sieg über Jordan Spieth und Jon Rahm legte gegen Tiger Woods nach. Mit 2&1, nachdem am 17. Loch endlich mal ein Putt fiel. Damit ging Woods komplett leer aus: "Ich bin mit ihm aufgewachsen und kann es fast nicht glauben, dass ich ihn bezwingen konnte", so der Spanier. "Das Team hat mich aber sehr gut auf dieses Match vorbereitet."

Mr. Ryder Cup bringt Europa auf 13,5

Ian Poulter wurde zum vierten Mal per Wildcard in den Ryder Cup geholt und punktete zum zweiten Mal, indem er Dustin Johnson am 18. Grün bezwang. Mr. Ryder Cup legte seine Annäherung drei Meter ans Loch und ließ sich bei 2&1 mit geballten Fäusten feiern. Mit weiten Augen hatte er sich durch die geamte Runde gepusht und auf den letzten fünf Löchern drei Birdies geliefert. In Einzeln wurde Poulter noch niemals geschlagen.

Molinari führt mit 5/5 zum Sieg

Den letzten nötigen Punkt zum Sieg holte Francesco Molinari mit seinem fünften Punkt im fünften Match (Europa-Rekord!) gegen Phil Mickelson. "Das bedeutet mir unglaublich viel und ich bin sehr stolz, dass ich Europa zum Sieg führen durfte", waren die emotionalen Worte von Kapitän Björn wenige Momente, nachdem der British-Open-Sieger mit einem Birdie an der 16 das Match und den Cup besiegelte. "Phil hatte diese Woche wohl nicht sein A-Game und es spielt keine Rolle, dass sein letzter Schlag ins Wasser ging. Ich hätte vielleicht gerne einen Putt zum Sieg geloch, das spielt aber keine Rolle - wir haben es geschafft, wir haben gewonnen." Molinari ging kein einziges Mal auf die 17., geschweige denn 18. Bahn. "Die beiden Bahnen habe ich am Dienstag das letzte Mal gespielt."

Garcia erfolgreichster Ryder-Cup-Spieler aller Zeiten

Vier Matches waren noch offen, darunter auch das von Sergio Garcia, mit dem er wenig später Ryder-Cup-Geschichte schrieb - als erfolgreichster Spieler aller Zeiten mit 25,5 Punkten. Mit tränen in den Augen ließ er sich feiern und brachte kaum ein Wort heraus.

 

Quelle: golf.de

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