Dürre in Deutschland 2018: Ein Problem für die Golfplätze

Golfspiel
Die Golfsaison 2018 läuft aus Sicht der Golfspieler sehr gut. Die letzten Wochen hat sich das Wetter nahezu bundesweit stabil und freundlich gezeigt, so dass die Spieler mit viel Sonne verwöhnt wurden. Die Kehrseite der Medaille ist, dass es viel zu wenig Niederschlag gab und dementsprechend bestimmte Regionen unter Dürre leiden. Regen ist nicht in Sicht.

Das seit April deutlich zu warme Wetter, insbesondere in der Nord und Osthälfte des Landes, setzt sich fort und sorgt dafür, dass auf einigen Golfplätzen schon Trockenschäden an den empfindlichen Grasnarben zu verzeichnen sind. Vereinzelt werden die Reserven an Beregnungswasser knapp.

Aktuelle Trockensituation in Deutschland

Am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) wird die Entwicklung der Dürre an Hand einer Vielzahl wissenschaftlicher Daten graphisch dargestellt. Im sogenannten Dürremonitor kann die Entwicklung der Trockenheit online beobachtet werden. Im Dürremonitor wird abgebildet, wie viel Wasser gerade im Boden gespeichert ist. Wegen der geringen Durchwurzelungstiefe der Rasengräser ist der Zustand des Oberbodens bis in 25 cm Tiefe für den Sportrasenbereich besonders relevant. Hier zeigt sich ein beunruhigendes Bild: Während die Daten des UFZ für den Gesamtboden nur in Teilen Ostdeutschlands und Bayerns sowie im Süden Baden-Württembergs extreme bis außergewöhnliche Dürre vermeldet, ist der Oberboden in weiten Teilen Niedersachsens und in Mitteldeutschland nahezu überall knochentrocken. In diesen Gebieten laufen daher täglich die Bewässerungsanlagen auf den Golfplätzen und Regen wird sehnlichst erwartet.

Einsatz moderner Messtechnik sinnvoll

Für Rasengräser, die mit einem Wurzeltiefgang von 5 – 20 cm eher flach wurzeln, ist der Feuchtegrad des Oberbodens entscheidend. Deshalb ist die regelmäßige Messung der Bodenfeuchte die Basis für ein ressourcenschonendes Beregnungsmanagement. Oft werden Beregnungsmaßnahmen im Golf- und Sportrasen nach einer voreingestellten Programmsteuerung durchgeführt. Moderne, digitale Feuchtemesser ermöglichen eine präzise Steuerung der Beregnungsanlage, so dass die ausgebrachte Wassermenge gezielter dosiert wird. Das schont die kostbare Ressource und sorgt bei optimaler Umsetzung für gesündere Rasenbestände, die dann gleichzeitig bessere Spieleigenschaften aufweisen.

Verantwortungsvoller Einsatz der Ressource Wasser

Wegen den klimatischen Veränderungen ist eine sportfunktional erforderliche Rasenqualität ohne eine professionell geplante und installierte Beregnungsanlage nicht mehr zu gewährleisten. Gleichzeitig ist für eine umweltgerechte Golfplatz Pflege ein sparsamer Umgang mit der Ressource Wasser unabdingbar. Mit diesen Maßnahmen stellen sich Golfplätze ihrer Verantwortung und sorgen für eine bedarfsgerechte Bewässerung:

  • Regelmäßige Wartung von Beregnungsanlagen
  • Computersteuerung mit Messung der Bodenfeuchte
  • Verteilungsmessung zur Nachjustierung der Regner
  • Schulung der Greenkeeper-Fachkräfte auf weiterentwickelte Regnertechnik

Der DGV beobachtet die aktuelle Witterungssituation und steht über seinen Arbeitskreis „Bewässerung“ in einem regelmäßigen Dialog mit Vertretern der Unteren und Oberen Wasserbehörden.

Quelle: DGV

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