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Golf Bag, Golf Schläger

Dies Schläger sollten Sie in Ihrem Golfbag haben

Sie sind Golf Einsteiger und haben vielleicht schon Ihre Golf Platzreifeprüfung erfolgreich absolviert und möchten jetzt so richtig durchstarten?! Natürlich möchten Sie jetzt auch Ihre erste eigene Golfausstattung erwerben.

Die Frage ist nur: Was gehört eigentlich in ein Golfbag? Welche Schläger sollte ich dabeihaben und wofür sind sie geeignet? Im Folgenden möchten wir Ihnen eine kurze Einführung in diese Thematik geben.

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Golfbags lassen sich im Groben in zwei Versionen unterteilen:

  • Tragebags
  • Stand-Bags

Tragebags sind kleiner und handlicher und werden, wie der Name es schon vermuten lässt, auf der Golfrunde vom Golfer selber getragen (im Gegensatz zu den glücklicen Golf-Profis wie Martin Kaymer und Tiger Woods, die sie im Fernsehen bewundern dürfen und die Ihren eigenen Caddy haben, der die Golftasche in schwarz für die Profis über den Platz trägt). Stellt der GOlfer die Tasche auf den Boden fahren seitlich Beine aus, sodass die Tasche sicher steht und der Golfer den geigneten Schläger aus der Tasche entnehmen kann.

Stand-Bags sind wesentlich voluminöser als Trage-Bags. Während der Runde werden sie auf einen Rollwagen (genannt Caddy) geschnallt und vom Golfer auf der Runde vor- oder hinter sich gezogen. Da dies viel leichter ist, als ein Trage-Bag über die 5 bis 7 Kilometer während einer 18-Loch Runde zu tragen, entscheiden sich die meisten Golfer für diese Variante. Tragebags werden oft von Einsteigern und vor allem von jüngeren Golfern genutzt.

Doch was kommt den nun ins Golfbag?

Nach den internationalen Golfregeln darf ein Golfer 14 Schläger mit auf die Golfrunde nehmen. Da sollte er sich genau überlegen, für welche er sich entscheidet. Folgende Schlägerkategorien existieren:

  • Driver
  • Fairwayhölzer
  • Hybrid- oder Rescue-Hölzer
  • Eisen
  • Wedges
  • Putter

Im foglenden erläutern wir Ihnen die typischen Charakteristika der einzelnen Schläger:

Driver: Der Driver ist im Golfsport ein Golfschläger, der zum Abschlag an längeren Löchern verwendet wird. Manchmal wird er auch Holz 1 genannt.

Mit diesem Schläger kann die größte Weite erzielt werden, die Flugkurve ist aufgrund des geringen Loft von etwa 7° bis 15° (je nach Fertigkeit des Spielers) vergleichsweise flach.

Äußerlich ist der Driver leicht erkennbar durch das besonders große Volumen des Schlägerkopfes. Das derzeit maximal zulässige Volumen beträgt 460 cm³. Traditionell waren Driver-Köpfe aus Persimmon-Holz. In den 1980er Jahren kamen erste Modelle aus Metall auf, sogenannte "Metal-Woods". Moderne Modelle bestehen aus einem Mix an Materialien, unter anderem aus dem Leichtmetall Titan.

Eine übliche Länge des Schaftes beträgt 45 Zoll, das sind etwa 1,14 Meter. Damit ist der Driver der längste Schläger. Aufgrund der für den Schlägerkopf verwendeten Materialien ist er viel leichter als die kürzeren Eisen-Schläger.

Hölzer (englisch: woods) werden in der Regel für Schläge vom Abschlag oder Fairway verwendet (seltener auch bei guter Lage des Balls auch aus dem halbhohen Gras, dem Semi-Rough). Sie zeichnen sich durch einen großen, tropfen- bis birnenförmigen Schlägerkopf aus, der hohl ist und zumeist ein Volumen zwischen 150 und 460 cm³ aufweist. Ursprünglich wurden diese Schläger mit Köpfen und später mit Inlays aus Holz (Persimmon) versehen. Im Laufe der Entwicklung ist das Holz aus den Schlägern verschwunden und heute werden Legierungen von hochwertigen, leichten und elastischen Metallen verwendet (Titan, Aluminium, aber auch Kevlar, Stahl oder Kunststoffe). Zu einem Standardschlägersatz gehören in der Regel drei Hölzer (genannt Holz 1, 3, 5 oder 7). Mit aufsteigender Zahl steigt dabei der Loft, wohingegen Schaftlänge und Volumen des Schlägerkopfes sinken. Üblich sind Lofts zwischen ca. 9 bis 18° (bei reinen Fairway-Hölzern bis zu 25°) bei einer Schaftlänge von ca. 40 bis 45 Zoll.

Schlägerköpfe für Hölzer weisen, gerade beim Driver, eine sehr große Schlagfläche auf. Diese erleichtert es den Ball zu treffen, was besonders beim Abschlag wichtig ist, da hier die höchsten Schwunggeschwindigkeiten und somit auch die größten Ungenauigkeiten erreicht werden. Das große Volumen des Kopfes erlaubt es, den Schwerpunkt nach hinten und unten zu verlagern, was für eine schnell ansteigende Flugkurve sorgt. Moderne Driver werden deshalb oft mit einer Krone aus sehr leichtem Kunststoff gefertigt, so dass prozentual mehr Gewicht in die Bodenplatte gelegt werden kann. Insgesamt wiegt ein Driverkopf etwa 200-210 Gramm, die Fairwayhölzer 3 und 5 sind dann in der Regel um jeweils 10 Gramm schwerer.

Aufgrund der sehr hohen Schlagfläche wird der Driver praktisch nur für Abschläge verwendet, wo man den Golfball auf ein Tee legen darf. Nur sehr gute Spieler benutzen in absoluten Ausnahmefällen den Driver auch vom Fairway, da der Ball so nur unterhalb des Sweet Spot (idealer Treffpunkt, liegt auf Höhe des vertikalen Schwerpunkts) getroffen werden kann. Daraus resultiert dann eine sehr niedrige Flugbahn.

Die Fairwayhölzer 3, 5 usw. werden gelegentlich beim Abschlag verwendet und ebenfalls aufgeteet, jedoch niedriger, da sie niedrigere Schlagflächen und somit tiefer liegende Sweet Spots haben als der Driver. Prinzipiell sind Fairwayhölzer jedoch eher für möglichst lange Schläge vom Fairway optimiert.

Hybrid- oder Rescue-Schläger (englisch: rescue-Rettung) sind erst mit Beginn des 21. Jahrhunderts aufgekommen und eine Mischung aus Eisen- und Holzschläger. Sie werden zumeist als Ersatz für ein Eisen oder Holz gewählt. Material, Schaftlänge, Loft und Lie-Winkel sind ähnlich denen des entsprechenden Eisens, die Bauform ist hingegen voluminöser und ähnelt oft mehr der eines Holzes. Diese Schlägerart kommt häufig im Semi-Rough und auf dem Fairway zum Einsatz. Ein Hybrid-Schläger bietet einen Kompromiss zwischen der Länge eines Holzes und der Genauigkeit eines Eisens und wird von vielen Spielern als leichter spielbar eingestuft als ein Holz. Üblich sind Lofts von ca. 14°-35° bei einer Schaftlänge von ca. 37-41 Zoll.

Die Eisen (englisch: irons) werden für die mittellangen Schläge im Bereich von 70 bis 180m eingesetzt. Sie haben einen eher trapezförmigen Schlägerkopf, der nur selten komplett hohl ist. Häufig ist er jedoch rückseitig ausgehöhlt oder mit einer Art Delle oder Schlitz versehen. Bei der Herstellung von Schlägerköpfen für Eisen unterscheidet man zwischen geschmiedeten und gegossenen Köpfen. Das Schmieden ist aufgrund der manuellen Arbeit relativ teuer, Schlägerköpfe aus der Massenproduktion werden deshalb gegossen. Die Verfechter von geschmiedeten Köpfen schätzen diese jedoch aufgrund eines subjektiv besseren Schlaggefühls. Üblich sind Lofts zwischen ca. 20°-45° bei einer Schaftlänge von ca. 35-39 Zoll.

Bezüglich der Bauform unterscheidet man zwischen Blades und Cavity Backs. Letztere haben eine periphere Gewichtung (meist durch eine ausgehöhlte Rückwand realisiert), was zu einer größeren Fehlerverzeihung führt. Damit ist gemeint, dass nicht exakt mittig getroffene Bälle dennoch kaum an Länge verlieren und vergleichsweise richtungsstabil sind. Blades werden aus optischen Gründen von einigen Spielern bevorzugt und bieten eine bessere Rückmeldung bei Fehlschlägen.

Eisenschläger bieten im Vergleich zu den Hölzern eine höhere Ballkontrolle und können auch aus schwierigeren Lagen (halbhohes Gras, Semirough) eingesetzt werden. Zu einem Standardschlägersatz gehören die Eisen 3 bis 9, wobei eine höhere Zahl auch einen höheren Loft, aber eine geringere Schaftlänge anzeigt.

Das Eisen 1 ist heutzutage nicht mehr üblich und im Handel auch nur schwer zu bekommen. Das Eisen 2 wird nur noch von wenigen Herstellern produziert. Während vor einigen Jahren Eisenschläger-Sets noch beim Eisen 3 anfingen, findet man heutzutage vermehrt Sets, die mit dem Eisen 4 beginnen. Das Argument der Industrie ist, dass Amateurspieler ohnehin vermehrt zu Hybrid-Schlägern greifen, weil diese einfacher zu spielen sind als lange Eisen. Einige Experten wie Tom Wishon bemängeln hingegen, dass aus Marketinggründen („mit unserem Eisen 7 schlagen Sie länger als mit jedem anderen“) einfach nur die Lofts verringert wurden, so dass ein heutiges Eisen 4 im Grunde mit einem früheren Eisen 2 identisch ist.

Wedges (englisch: wedge-Keil) sind Schläger für die kurzen Schläge rund ums Grün (unter 100 m) oder für schwierige Lagen (Bunker, Gräben, hohes Gras). Sie ähneln in Aufbau und Material den Eisenschlägern, zeichnen sich jedoch durch einen abgerundeten, eher ballonförmigen Schlägerkopf aus. Dieser ist auch häufig weicher als bei den normalen Eisen, um eine höhere Genauigkeit und größere Rückmeldung an den Spieler zu ermöglichen. Üblich sind Lofts von ca. 48° bis 54° für die zu einem Standardsatz gehörenden Pitching und Sand Wedges bei einer Schaftlänge von ca. 34 bis 36 Zoll. Die eher als Spezialschläger anzusehende Gap Wedge soll die Distanzlücke (englisch: gap-Lücke, Kluft) zwischen der Pitching Wedge und der Sand Wedge schließen und liegt auch im Loft dazwischen während die Lob Wedge mit einem Loft von bis zu 68° für kurze Annäherungsschläge, aus dem Sand oder zur Überwindung hoher Hindernisse aus kurzer Distanz und meist schwierigen Lagen verwendet wird.

Der Putter wird für das Spiel auf dem Grün, manchmal auch auf dem Vorgrün, verwendet. Im Gegensatz zu allen anderen Schlägern wird hier nicht der Flug des Balls angestrebt sondern der zielgerichtete Lauf auf dem Untergrund. Beim Putter sind sehr unterschiedliche Bauformen möglich, da der Schläger so langsam geschwungen wird, dass es weniger physikalische Einschränkungen gibt als bei den anderen Schlägern. Insofern ist es möglich mit dem Putter einen besonderen optischen Akzent zu setzen ohne das Spielverhalten zu beeinträchtigen. Gemeinsam ist allen Puttern jedoch die senkrechte oder nahezu senkrechte Schlagfläche (80° bis 90°), da nur so ein gleichmäßiges Rollverhalten des Balles erreicht werden kann. Der Putter ist besonders wichtig, da er öfter als jeder andere Schläger benutzt wird (der Par-Standard geht von zwei Putts pro Spielbahn aus), dennoch findet sich in nahezu jedem Satz nur ein einziger Putter.

Wie stellt man seine 14 Golfschläger denn dann zusammen?

Wie Sie sehen, gibt es eine Vielzahl von Golfschlägern, aus denen jeder Golfer seinen persönlichen idealen Mix für sein Bag finden muss. Dieser könnte zum Beispiel so aussehen: Driver, Holz 3, Holz 5, Rescue 5, Eisen 4-9, Sandwedge, Pitchingwedge, Lobwedge sowie einen Putter.

Zudem sollte in jedes Bag: Ein Handtuch, eine Pitchgabel, ein Ballmarkierer, genügend Golfbälle (Wasserhindernisse lauern leider überall!), genügend zu Trinken sowie Kleinigkeiten zu Essen, wie Obst oder Schokoriegel.

Daniel Baltzer
(selbstständig, Hcp 24) hätte sich an seinen ersten Tagen als Golfer eine Übersicht über günstige Einstiegsmöglichkeiten gewünscht. Da es so etwas nicht gab, gründete er 2007 den Golf-Vergleich.
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