Golfen in Hessen mit einer Golf Fernmitgliedschaft

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Hessen gehört mit 6,2 Mio. Einwohnern zu den am dichtesten besiedelten und wirtschaftsstärksten Regionen Deutschlands. Knapp 48.000 hessische Golfer suchen regelmäßig den Ausgleich zum hektischen Alltag. Hessens zahlreiche Mittelgebirge wie der Taunus, der Westerwald oder der Spessart bieten zum Golfen beste Voraussetzungen. Jeder Golfer muss allerdings in einem Golfclub organisiert sein, um Golf zu spielen. Möglich macht dies in Hessen entweder eine Fernmitgliedschaft Hessen oder eine regionale (teure) Vollmitgliedschaft um die Golfplätze spielen zu können.

In Hessen fährt man nie sehr weit zum Golfen. Inmitten der Natur sind wunderschöne 54 Golfanlagen zu finden, einige Clubs sind nur einen Katzensprung von den Hochhaustürmen der Frankfurter City entfernt. Doch auch einige Eigenarten hat Hessen für das Golfspiel und in Bezug auf Fernmitgliedschaften zu bieten.

Eigenarten zur Fernmitgliedschaft Hessen

Handicapstärke

Generell pflegen hessische Golfclubs die Ströme an Golfspieler, die die Anlage gegen Greenfee spielen möchten, über eine Handicap-Mindestvoraussetzung zu regulieren. So bestehen viele Clubs darauf, dass ein Golfer, der beispielsweise am Wochenende spielen möchte, ein HCP von 36 oder 28 spielt. Andere fordern eine Stammvorgabe von 45 oder zumindest ein 54 anstelle des „PR“-Aufdrucks, was blutige Anfänger auszeichnet. Mehr Informationen zum „PR“ erhalten Sie in unserem Ratgeber. Auch möchten einige elitärere Anlagen wie der Frankfurter Golfclub an Wochenenden und Feiertagen nur Gäste in Begleitung von Mitgliedern auf dem Platz haben und bittet Gäste um ein „sattes“ Greenfees von bis zu 110,-€ am Wochenende.

Greenfee-Differenzierung Golfen in Hessen

Außerdem ist bei einigen Anlagen in Hessen eine Greenfee-Differenzierung zu beobachten. So nehmen manche Golfclubs in Hessen wie beispielsweise der Golfclub Seligenstadt, der Oberhessische Golfclub Marburg oder die GOLFabsolute-Anlagen von Spielern ohne „R“-Ausweis(kennzeichnung) ein höheres Greenfee als von Spielern mit diesem Regionalitätskennzeichen. Treffen soll diese Greenfee-Praxis die Golfclub-Mitglieder, die eine Fernmitgliedschaft besitzen, die in der Vereinigung clubfreier Golfer sind oder Spieler mit einer Auslandsmitgliedschaft. Spieler ohne regionales „R-Hologramm“ auf dem Clubausweis zahlen in Hessen daher gerne mal 10€-30€ mehr Greenfee für 18-Loch. Auch VcG-Spieler zahlen mancherorts einen 50%-igen Aufpreis auf das reguläre Greenfee.

Neue Ausweiskennzeichnung „R“ seit 2017

Seit 2017 gibt es eine neue deutsche Ausweis-Kennzeichnung. Hier hat der DGV durchgesetzt, dass alle Clubs an der Ausweiskennzeichnung teilnehmen MÜSSEN (vorher was die Teilnahme freiwillig). Volle Mitglieder mit einem uneingeschränkten Spielrecht und Wohnort am Club erhalten seitdem das „R“ in gold auf den Ausweis gedruckt. Wer weiter weg wohnt oder nur eingeschränkt (beispielsweise nur wochentags) spielen darf, erhält gar keine Kennzeichnung. Es geht also in erster Linie darum, wo das Mitglied wohnt und nicht mehr um das Spielrecht des Golfers. Über eine „R“egionale Mitgliederstruktur verfügt ein Club, wenn mehr als 85% seiner Mitglieder auch innerhalb eines Radius von 70 Kilometer um den Golfclub zuhause sind. Mehr Infos finden Sie bei uns auch in den Ratgebern zur Hologramm-Kennzeichnung. Zur Kennzeichnung der Clubausweise bis 2016 finden Sie HIER weitere Informationen.

Nicht ärgern, akzeptieren: Fernmitgliedschaft Hessen

Dass sich mit dieser Greenfee-Preis-Politik der Golfer mit einer günstigen Fernmitgliedschaft in Hessen vor den Kopf gestoßen fühlt und lieber sein Greenfee in einem Club entrichtet, der ihm wohlgesonnener ist, ist logisch und berechtigt. Selbstverständlich kann man den Golfclubs nicht ihre Preisgestaltung vorschreiben, immerhin hat jeder Golfclub ein Hausrecht und kann festlegen, wen er, wann, zu welchen Bedingungen auf seinem Platz spielen lässt.

Manche Clubs in Hessen verpacken die Zuschläge für die Einen geschickt als Rabatte für die Anderen, die dann zu ermäßigtem Greenfee golfen. Was ja in Ordnung ist, wenn man mehrere Tausend Euro für eine Clubmitgliedschaft im Jahr bezahlt. Dann ist es nur fair, dass ein ermäßigter Satz beim Gastspiel bezahlt wird. Schlecht finden wir vom Golf-Vergleich.de nur, dass Golfer – egal welches Handicap Sie spielen – unterschiedlich behandelt werden.

Der Licher Golfclub argumentiert so: „Nachfolgend genanntes reduziertes Greenfee zahlen alle Gäste, die durch ihren Mitgliedsbeitrag im Heimatclub mit einem adäquaten Entgelt zum Erhalt einer deutschen Golfanlage beitragen.“ Hat man das Hologramm nicht, bezahlt man das reguläre Greenfee. Auch schön ausgedrückt 😉

Heftig finden wir die Aussage, dass nur „Golfer mit einem DGV-Ausweis mit goldenem Hologramm R mit Ihrem Mitgliedsbeitrag im Heimatclub mit einem adäquaten Entgelt zum Erhalt einer deutschen Golfanlage beitragen.“ Das schreiben einige Golfclubs als Rechtfertigung auf Ihre Homepage.

Fakten zur Fernmitgliedschaft Hessen

Fakt ist, dass alle DGV-Mitglieder – egal ob Fernmitglied oder Vollmitglied – mit Ihren Mitgliedsbeiträgen den jeweiligen Golfclub und seinen Betrieb finanzieren, und auch den DGV. Der Deutsche Golf Verband DGV sowie der jeweilige Landesverbände erhalten übrigens für jeden Golfer den gleichen Betrag!

Dazu kommt, dass ein Fernmitglied vielleicht seine jährlichen Kosten gering hält – aber ja für jedes Mal Golfen tatsächlich Geld an einen Golfclub bezahlt. Auch Greenfee Einnahmen halten einen Golfclub am Leben! Die unterjährigen Kosten für das Greenfee-Spiel werden daher als Fernmitglied im Laufe das Jahres einfach auf verschiedenene Golfanlagen verteilt. Manche Fernmitglieder, die auf Greenfee Basis spielen, haben daher teilweise sogar höhere pro Jahr-Golfausgaben als ein Vollmitglied mit einem niedrigen Jahresbeitrag, das maximal noch einen Kaffee oder ein Bierchen and er Clubbar verzehrt!

Fernmitglieder spielen hier in Hessen zu regulärem Greenfee

Aber es geht in Hessen auch anders. Die nachfolgend aufgeführten Golfclubs machen keine Unterschiede zwischen Clubausweisen mit oder ohne „R“ Kennzeichnung. Hier erhalten Fernmitglieder, die einen ordentlichen Clubausweis eines deutschen Golfclubs besitzen und kein Hologramm enthält ganz reguläre Preise:

  • Golfclub Kronberg
  • Golfpark Idstein
  • Golfpark Gut Hühnerhof
  • Golfclub Eschenrod Vogelsberg
  • Golfclub Kassel.de
  • Golf-Range Frankfurt
  • Hofgut Georgenthal
  • Golfpark Schlossgut Sickendorf
  • Golf-Park Winnerod
  • uvm.

Unser Tipp:

Die Golfclub bieten oft 10er Greenfee-Karten an. Oder das Golfspiel zu „8x spielen zum Preis von 6„. Diese Greenfee Einnahmen sind fixe Einnahmen pro Club, sodass Sie sich damit auch gut am Betrieb und am Unterhalt einer Golfanlage beteiligen. Zudem sparen Sie hier auch noch das ein oder andere Greenfee. 😉

FAZIT:

Wichtig ist zu wissen, dass in Hessen vor allem im Frankfurter Raum unterschiedliche Greenfees im gleichen Club für die gleiche Runde Golf zu zahlen sind. Wer das weiß und damit rechnet, kann also entspannter in Hessen golfen. Als Golfer, der jährlich sehr viel für seine volle Golfclub-Mitgliedschaft bezahlt, spielt man andere Plätze oft günstiger. Fernmitglieder zahlen erstmal weniger für die Golfclub-Mitgliedschaft an sich, zahlen für die Runde Golf mancherorts mehr. So der Gedanke der Clubs, der auch nachvollziehbar erscheint.

Derzeit liegen uns keine Berichte vor, dass Golfclubs Spieler ohne einen „R“ Ausweis abgewiesen haben. Sollte jemand damit Erfahrungen gemacht haben, freuen wir uns über Feedback an redaktion@golf-vergleich.de

Möchten Sie etwas zum Thema beitragen? Wir würden uns freuen!

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