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Spannende Entscheidungen bei Jugend-DM 2017

Golf-News vom 18.09.2017:

Spannende Entscheidungen bei Jugend-DM 2017: neue Meister in drei Altersklassen bis 18 Jahre

Bei den Deutschen Meisterschaften der Jugend, die vom 15. bis 17. September, an drei Austragungsorten stattfanden, haben enge Entscheidungen für spannende Titelkämpfe gesorgt. Zwei der sechs Turniere wurden erst im Stechen entschieden.

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Auf den Golfanlagen Hohenhardter Hof gewinnen Miriam Emmert (Hamburger GC) die Titel in der Altersklasse (AK) bis 18 Jahre und Katja Müller (Erster GC Westpfalz) in der AK 16. Bei den Jungen im Golfclub Reischenhof siegen Jannik de Bruyn (GC Hösel) in der AK 18 und Luc Breuer (Aachener GC) in der AK 16. Bei den Jüngsten in der AK 14 im Golfclub Brückhausen triumphieren Philipa Gollan (GK Lübeck-Travemünde) und Paul Ulmrich (GC St. Leon-Rot) bei den Jungen.

AK 18 und AK 16 der Mädchen

In der AK 18 der Mädchen sah es auf den Golfanlagen Hohenhardter Hof lange nach einem überlegenen Sieg vom Miriam Emmert aus. Die Hanseatin hatte in der Finalrunde zwischenzeitlich einen Vorsprung von sechs Zählern auf Anna Ruttert vom Düsseldorfer GC. Bis zur 18. Spielbahn schrumpfte das Polster auf zwei Schläge. Mit einem Bogey sicherte sich die Hamburgerin am Ende den Meistertitel mit einem Schlag Vorsprung. „Ich habe relativ gut angefangen und war ziemlich entspannt. Die Bahn 6 hat mir einen kleinen Dämpfer gegeben, als ich die zwei Strafschläge kassiert habe. Danach musste ich erst ein bisschen runterkommen“, beschrieb Emmert ihre Achterbahnfahrt am Finaltag, die aber mit 210 Schlägen und einem Sieg endete. „Ich bin übermäßig glücklich“, strahlte die neue Meisterin im Anschluss. Silber ging mit Runden von 73, 69 und 69 an Anna Ruttert (211 Schläge), Bronze sicherte sich Alexandra Försterling vom G&LC Berlin-Wannsee (212).

Ein ähnlicher Spielverlauf brachte die Entscheidung in der AK 16. Lange Zeit sah Katja Müller wie die sichere Siegerin aus. Die Westpfälzerin hatte ebenfalls nach einem Drittel der Runde sechs Schläge Vorsprung. Doch die Entscheidung fiel erst im Stechen. Anni Eisenhut vom Münchener GC hatte mit 213 Schlägen gleichgezogen und zwang die 15-Jährige bis auf das zweite Extraloch. Mit einem Birdie entschied Müller das Turnier dann aber doch für sich. „Ich war heute sehr aufgeregt, habe aber trotzdem versucht, mein Spiel zu spielen. Am Anfang hat das sehr gut geklappt, auf der Backnine habe ich mir ein paar dumme Sachen erlaubt, aber zum Glück hat es noch gereicht. Beim Siegesputt habe ich im Stechen nur da gestanden und konnte es nicht glauben.“ Jette Schulz (214 Schläge) vom Kölner GC, die erst im Dezember 15 Jahre alt wird und die jüngste Teilnehmerin der Meisterschaft war, gewinnt mit nur einem Schlag Rückstand Bronze.

AK 18 und AK 16 der Jungen

Im oberschwäbischen Golfclub Reischenhof verzögerte sich der Start der Finalrunde wegen Nebels. Die freie Sicht im Anschluss nutze Jannik de Bruyn vom GC Hösel am besten. Der Spieler des Junior Teams Germany

hatte nach zwei Runden noch auf Platz zehn gelegen. Mit seiner bogeyfreien 65 katapultierte sich de Bruyn mit einem Gesamtergebnis von 211 Schlägen ganz nach vorn. „Ich hatte eigentlich nichts zu verlieren und wollte voll attackieren. Das ist Wahnsinn. Ich bin mächtig stolz“, sagte er nach dem Triumph. Nick Bachem (213) vom Marienburger GC gewinnt nach Computerstechen Silber gegen Tim Tillmanns vom Kölner GC.

In der AK 16 ging mit Luc Breuer (Aachener GC) der Vorjahressieger der AK 14 als Führender in die Finalrunde. Mit drei konstanten Runden von Even Par (216) blieb er zwar an der Spitze des Feldes, musste sich diese aber mit Christian Hellwig vom Kölner GC teilen. Im Stechen reichte am ersten Extraloch ein weiteres Par für Breuer, weil Hellwig ein Bogey kassierte. „Ich bin überwältigt. Dass ich jetzt nach der AK 14 auch die AK 16 gewonnen habe, macht mich überglücklich“, freute sich Breuer nach dem Triumph. Bronze geht an Patrick Schmücking (218) vom Wiesbadener GC.

AK 14 der Mädchen und Jungen

Die Jüngsten Deutschen Meister wurden im GC Brückhausen ermittelt. In der AK 14 bei den Jungen brachte Paul Ulmrich vom GC St. Leon-Rot Ergebnisse von 73, 74 und wieder 73 Schlägen ins Clubhaus. Mit 220 Schlägen hatte er drei Zähler Vorsprung auf Tim Wiedemeyer (223) vom GC Olching. „Die Runde heute war richtig gut. Ich habe eigentlich alles gemacht, was ich machen wollte“, jubelte der neue Meister zufrieden. Platz drei ist zweifach besetzt. Nach Kartenstechen durfte sich aber Jan Göhlich (224) vom Westfälischen GC Gütersloh über die Bronzemedaille freuen. Ohne Edelmetall blieb Nick Neukirchner (GC an der Pinnau/224).

Bei den Mädchen sicherte sich Philipa Gollan den Titel. Die Spielerin des GK Lübeck-Travemünde brachte Runden von 76, 75 und 74 (225) in die Wertung. „Es fühlt sich cool an, Deutsche Meisterin zu sein und von so vielen Leuten fotografiert und beklatscht zu werden“, sagte Gollan. Dennoch sei sie auf ihr eigenes Spiel konzentriert gewesen, verriet die neue Meisterin ihr Erfolgsgeheimnis. Die Vergabe der Medaillen in Silber und Bronze fand im Kartenstechen statt. Silber durfte Malu Brinker (229) vom GC St. Leon-Rot in Empfang nehmen. Bronze bleibt im GC Brückhausen. Die Zuschauer des gastgebenden Clubs freuten sich mit Lokalmatadorin Leonie Wulfers, die ebenfalls 229 Schläge benötigte. Lena Hassert (229) vom GC Düren blieb, obwohl auch sie auf dem geteilten zweiten Platz steht, ohne Edelmetall.

 

Quelle: DEUTSCHER GOLF VERBAND  e.V.

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