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Eklat um Golfer John Daly

Golf-News vom 02.02.2008:

Eklat um Golfer John Daly

02.02.2008 - Die Liebe zum Alkohol hat John Daly wieder in Verruf gebracht. Der US-Amerikaner zog es bei einem Turnier vor, seine Spielpausen an der Theke zu verbringen. Sein Coach Butch Harmon beendete daraufhin die Zusammenarbeit. b>

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Er kann es offenbar nicht lassen. Wieder einmal hat es Profi-Golfer John Daly mit Bierlaune statt mit sportlicher Leistung in die Schlagzeilen geschafft. Der Kalifornier soll sich während der Spielpausen beim Turnier in Orlando am Wochenende trinkend unter die Fans gemischt und Autogramme auf die Unterhose einer Frau geschrieben haben.

Sein Schwung-Coach Butch Harmon zog jetzt die Konsequenzen und löste die Zusammenarbeit nach nur drei Trainingseinheiten in dieser Saison auf. „John sollte mir zeigen, dass Golf für ihn der wichtigste Lebensinhalt ist. Aber das Wichtigste für ihn ist, einen Rausch zu haben“, begründete Harmon.

Sein jüngster Exzess erinnert an die vielen alkoholbedingten Ausfälle des 120-Kilo-Mannes, der in seiner Profi-Karriere bisher fünf Siege auf der US-PGA-Tour gewonnen und mehr als neun Millionen Dollar verdient hat. Doch abseits des Sports kam Daly immer wieder mit der Polizei in Konflikt.

Beispielsweise weil er seine Frau Sherrie 2006 während des Turniers in Memphis/Tennessee wegen einer angeblichen Messerattacke angezeigt hatte. Damals kehrte er mit Kratzwunden im Gesicht ins Klubhaus zurück und behauptete, im Schlaf mit einem Steakmesser angegriffen worden zu sein. Über die Beziehung zu seiner Gattin sagte der Weingut-Besitzer einst: „Wir lieben uns ein kleines bisschen mehr als wir uns hassen.”

Den Versuch, von den Alkoholgelagen, Fress-Orgien und Zocker-Eskapaden wegzukommen, hatte Daly immer wieder unternommen. Doch mehrfach begonnene Entziehungskuren brachten nicht den erhofften Effekt. Auch seine Spielsucht bekam er nie wirklich in den Griff. In seinem 2006 erschienenen Buch gibt der 41-Jährige zu, zwischen 50 und 60 Millionen Dollar an Automaten verzockt zu haben.

Freimütig schildert er seine Kämpfe gegen seine Süchte (Alkohol, Glücksspiel, Schokolade), gegen sein Übergewicht und vor allem gegen Scheidungsanwälte, die er bei seinen bislang drei Trennungen beschäftigte. Dass ihn das viel Geld kostete, hat das Schwergewicht musikalisch verarbeitet. Auf seiner CD „My Life“ heißt ein Song: „All my Exes wear Rolexes“ (Alle meine Exfrauen tragen Rolex-Uhren).

Doch der Amerikaner, dem sogar auf dem Golfplatz ständig ein Glimmstängel im Mundwinkel hängt, ist sein Antrittsgeld wert. Daly ist eben einmalig - und nicht nur, wenn er nach seiner Golfphilosophie „Grip it and rip it“ (Pack den Schläger und hau drauf) mit Urgewalt auf den Ball prügelt. Er lehnte Einladungen zum Champions Dinner der British Open mit der Begründung ab: Einen Fettsack wie ihn könne man nicht in einen Anzug stecken.

Vielleicht ist diese Offenheit, seine Ausschweifungen mit Humor zu nehmen, einer der Gründe, warum Daly nach Golfstar Tiger Woods immer noch zu den großen Zugnummern des Sports zählt - obwohl er in der Weltrangliste auf Platz 573 abgesackt ist und seine Major-Siege 1991 und 1995 kleine sportliche Ewigkeiten her sind; und obwohl er jüngst in Orlando nur mit Wild Card spielen durfte.

Doch Tiger Woods brachte das Phänomen Daly wohl am besten auf den Punkt: „Dass er trotz seines Lebenswandels noch so gut Golf spielt, zeigt, was für ein immenses Talent er hat.“

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