Der große Golf-Vergleich

Tests von Golfmitgliedschaften, Golf-Fernmitgliedschaft, Greenfee-Karten, Golfreisen...

Die Ergebnisse der großen Golf-Vergleich-Studie: „Golfen mit einer Golf-Fernmitgliedschaft“

Golf-Vergleich-Studie 2013: „Golfen mit einer Golf-Fernmitgliedschaft“ - die Ergebnisse

Wir vom golf-vergleich.de haben wieder weder Kosten noch Mühen gescheut, um Sie über die neuesten Entwicklungen im Golf-Markt zu informieren. Wir wollten für Sie wissen, wie gut oder schlecht Sie tatsächlich mit einer Golf-Fernmitgliedschaft in Deutschland unterwegs sind, welche Akzeptanz die Golffernmitgliedschaft hat.

Die günstige Eintrittskarte für Deutschlands Golfplätze

Golf-Fernmitgliedschaften im Test

Wir haben für unsere Leser alle DGV-Golfclubs in Deutschland im ersten Halbjahr 2013 kontaktiert, um herauszufinden, wie sich die Greenfee-Politik der Golfclubs gestaltet. Dabei interessierte uns besonders, ob Fernmitglieder den jeweiligen Platz spielen dürfen und wie sich die Existenz der Ausweis-Hologramme auf die Preise auswirken. Da auch im fünften Jahr der Ausweis-Kennzeichnung des DGV noch viele Gerüchte im Bezug auf eine Golf-Fernmitgliedschaft im Umlauf sind, wollten wir ein weiteres Mal Klarheit schaffen.

Hier die Fakten:

Das wichtigste Ergebnis vorweg: in den 718 von uns kontaktierten Clubs in Deutschland konnte man als Fernmitglied in 716 Clubs problemlos spielen, also in 99,72% der Clubs! Nur in zwei Clubs bundesweit, nämlich im Oberhessischen Golfclub Marburg sowie in einem Club in NRW, möchte man lieber unter sich bleiben und möchte keine Golfer mit einer Golf-Fernmitgliedschaft auf dem Platz haben. Es wurde bei der Umfrage nicht berücksichtigt, wenn ein Club beispielsweise am Wochenende nur Gäste in Begleitung eines Mitgliedes auf dem Platz spielen lassen möchte oder eine Handicap-Vorgabe, beispielsweise besser als HCP 36, verlangt wird. Die Legende, dass man mit einer Fernmitgliedschaft nicht spielen dürfte, sei damit entkräftet. Die Clubs sind über die Greenfee-Einnahmen der Gastspieler sehr dankbar.

Eine oft an uns vom Golf-Vergleich gestellte Frage ist die nach den Greenfee-Preisen bei einer Golf-Fernmitgliedschaft. Daher haben wir bei den Clubs nachgefragt, wie hoch das Greenfee wochentags und am Wochenende/Feiertage für eine 18-Loch-Runde ist (bezogen auf einen 18-Loch-Platz; bei 9-Loch-Plätzen wurde der Preis für eine 9-Loch-Runde als Grundlage genommen). Für uns war bei der Studie wichtig, ob man mit dem normalen grünen DGV-Ausweis ohne Hologramm-Kennzeichnung, den man bei einer Golf-Fernmitgliedschaft erhält, das reguläre Greenfee bezahlt oder ein erhöhtes Greenfee. Das Ergebnis war überraschend: bei 532 Clubs spielen Fernmitglieder oder Gäste mit einen DGV-Ausweis ohne Kennzeichnung zum ganz normalen Tarif. In Prozent ausgedrückt, sind dies 76,8% aller Clubs, die den ganz regulären Greenfee-Preis bei einer Golf-Fernmitgliedschaft nehmen. Viele Clubs kommunizieren mittlerweile ganz offensiv, dass Sie alle Gäste gleich behandeln. Das durchschnittliche Greenfee liegt derzeit bundesweit bei 50,61€ wochentags und 60,71€ am Wochenende/Feiertags.

Ein erhöhtes Greenfee veranschlagten bundesweit nur 186 Clubs. Durchschnittlich zahlt man bei diesen Clubs mit einem normalen grünen DGV-Ausweis ohne Hologramm wie ihn Fernmitglieder erhalten oder Vollmitglieder, deren Heimatclub nicht an der freiwilligen DGV-Ausweiskennzeichnung teilnehmen, 12,88€ zusätzlich zum regulären Greenfee.

Wenn ein erhöhtes Greenfee verlangt wurde, dann hauptsächlich in den Bundesländern Saarland & Rheinland-Pfalz. Dort sind es durchschnittlich 20,63€ zusätzlich für 18 Löcher. Hessen folgt mit durchschnittlich 16,50€ mehr Greenfee auf den 18-Plätzen. In NRW zahlt man durchschnittlich 16,13€ Extra-Greenfee, wenn der Platz zu den Clubs zählt, die nicht das reguläre Greenfee verlangen. In Berlin & Brandenburg oder Mecklenburg-Vorpommern kommen Greenfee-Erhöhungen nahezu gar nicht vor.

Im kleinen Saarland und in Rheinland/Pfalz sind die Greenfee-Preise übrigens auch am höchsten. Das hat uns doch sehr überrascht, weil wir Greenfee-Preise über 100,-€ pro Runde doch eher aus dem reichen Bayern von seinen elitäreren Anlagen kennen. Die niedrigste Greenfee-Preise zahlt man in Berlin/Brandenburg, Niedersachsen, Bremen sowie in Sachsen, Sachsen-Anhalt & Thüringen.

Wir haben auch die Sekretariate unter die Lupe genommen und geprüft, ob man vorher eine Startzeit buchen sollte. Zwei Drittel aller Clubs halten einen vorherigen Besuch der Website oder einen kurzen Anruf wünschenswert, um abzuklären, ob gerade ein Turnier stattfindet oder der Platz anderweitig belegt ist. Ob Startzeiten im Vorfeld zu buchen sind, ist auch auf der Website des jeweiligen Clubs ersichtlich, die Seiten sind in der Regel sehr gut und tagesaktuell gepflegt. In Berlin/Brandenburg wird bei 95% der Clubs die vorherige Anmeldung bzw. die Startzeiten-Reservierung gewünscht. In Niedersachen/Bremen fordern nur 27% der Clubs die vorherige Anmeldung. Die Mitarbeiter in den Sekretariaten waren meist sehr freundlich und wurden mit 2,26 von 3 möglichen Punkten bewertet.

Fazit: Wenn man die durchschnittliche Greenfee-Erhöhung auf alle deutschen Golfclubs umlegt, dann zahlt ein Fernmitglied im Durchschnitt 3,56€ pro 18-Loch Runde mehr als ein Vollmitglied.

Wenn man jetzt annimmt, dass ein Fernmitglied 20 Runden Golf im Jahr spielt, dann bezahlt der Golfer mit einer Fernmitgliedschaft im Schnitt ca. 70,-€ mehr Greenfee. Da ein Fernmitglied aber ca. 800,-€ bei der Mitgliedschaft spart (gerechnet auf ca. 1.000€/Jahr, was sehr günstig ist), rechnet sich das Fernmitgliedschafts-Modell derzeit ganz extrem! Man spart durchschnittlich ca. 730,-€ gegenüber der Vollmitgliedschaft ein!

Daniel Baltzer
(selbstständig, Hcp 24) hätte sich an seinen ersten Tagen als Golfer eine Übersicht über günstige Einstiegsmöglichkeiten gewünscht. Da es so etwas nicht gab, gründete er 2007 den Golf-Vergleich.
Share!
+1