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Golfclub Mitgliedschaft in Baden-Württemberg: Golf Vollmitgliedschaft oder Golf Fernmitgliedschaft

Golf Vollmitgliedschaft oder Golf Fernmitgliedschaft in Baden-Württemberg: das sollten Sie wissen, wenn Sie eine Golfclub Mitgliedschaft anstreben

Die Baden-Württemberger sprechen liebevoll vom „Ländle“, wenn sie ihre Heimat meinen. Dabei ist das Land mit Bodensee, Odenwald, Schwarzwald und Schwäbischer Alb alles andere als klein. Baden-Württemberg ist sowohl nach der Fläche als auch nach der Einwohnerzahl das drittgrößte Bundesland in Deutschland.


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Jeder dritte Baden-Württemberger ist Mitglied in einem Sportverein. In Baden-Württemberg gab es im Jahr 2011 11.460 Sportvereine mit fast 3,8 Milliarden Mitgliedern, davon waren rund 60% männlich und 40% weiblich. Damit hatte mehr als jeder dritte Baden-Württemberger eine Mitgliedschaft in einem Sportverein wie beispielsweise eine Golf Fernmitgliedschaft. Unter den deutschen Bundesländern wies in 2011 Baden-Württemberg (35,0%) hinter dem Saarland (38,9%) und Rheinland-Pfalz (36,5%) den dritthöchsten Organisationsgrad im Bereich Sport auf.

Von den insgesamt 635.097 Golfern bundesweit im Jahr 2012 belegt Baden-Württemberg von allen Bundesländern den dritten Rang. 73.909 Golfer in Baden-Württemberg besitzen einen DGV-Ausweis im Rahmen einer Golf Vollmitgliedschaft oder einer Golf Fernmitgliedschaft und sind damit Mitglied im achtgrößten deutschen Verein, dem Deutschen Golf Verband DGV. Die Mitgliederzahl im Landes-Golfverband Baden-Württemberg stieg in den letzten 5 Jahren um +12,9% an.

Daher ist es nicht verwunderlich, dass das Land Baden-Württemberg mit 1.584 Löcher auf 88 Golf Anlagen aufwartet und die Löcher der Golfanlagen noch überdurchschnittlich stark erweitert hat. Die Zahl der Löcher ist in Baden-Württemberg, Hessen und Schleswig-Holstein gewachsen, in Bayern, Berlin/Brandenburg und Niedersachsen/Bremen ist die Anzahl der Löcher unterdurchschnittlich stark angestiegen, in Hamburg stagniert sie.

Die Golfverbreitung in Deutschland (bezogen auf die organisierten Golfer) lag 2012 bei 0,78 Prozent. Die Golfverbreitung wird gemeinhin als Indikator für die Reife bzw. den Entwicklungsstand eines Golfmarktes verwendet. Sie gibt den Anteil der Golfer an der gesamten Bevölkerung in Deutschland an. Mit 0,75% in 2012 ist die Golfverbreitung in Baden-Württemberg zwar noch tendenziell leicht steigend, jedoch fast unterdurchschnittlich im Vergleich zum bundesdeutschen Durchschnitt.

Fünf Prozent der Golfer, also jeder zwanzigste, führte 2012 eine Stammvorgabe der Vorgabenklasse I oder II (HCP<11,4). Baden Württemberg liegt mit 6,4 Prozent in dieser Kategorie auf dem zweiten Platz, und auch in der nächsten Vorgaben-Kategorie III & IV (HCP 11,5-36,0) mit 63,5% auf Platz 2. Hut ab! Die Baden-Württemberger gehören zu den spielstärksten Golfern in Deutschland.

Und was bezahlen Sie in Baden-Württemberg für eine Golfclub-Mitgliedschaft (also eine Golf Fernmitgliedschaft oder eine Golf Vollmitgliedschaft)?

Der durchschnittliche Jahresbeitrag für eine Vollmitgliedschaft lag 2011 laut DGV für einen Erwachsenen bei 1.112,-€. Die Kosten scheinen in Baden-Württemberg tatsächlich etwas höher als der Durchschnitt zu liegen. Auffällig sind immer noch sehr hohe Aufnahmegebühren (4-, teilweise 5-stellige Beträge!!!), Investitionsumlagen und hohe jährliche Beiträge.

Welches Mitgliedschaftsmodell passt zu mir: eine Golf Vollmitgliedschaft oder eine Golf Fernmitgliedschaft?

Die Golf Vollmitgliedschaft Die Preise für eine Vollmitgliedschaft in Baden-Württemberg varieren wie in allen Clubs. Sie zahlen einen hohen Fixpreis und spielen Ihren Golfclub selbstverständlich so oft und so lange sie möchten. Und Sie können ein geselliges und lebendiges Clubleben genießen. Andere Golfclubs spielen Sie mit einer Vollmitgliedschaft gegen Greenfee. Auch haben Sie bei einer Vollmitgliedschaft im Vergleich zu einer Golf Fernmitgliedschaft die Möglichkeit einen DGV-Ausweis mit einen silbernem oder goldenen Hologramm „R/vS“ zu beziehen. Diese Ausweise mit einem Hologramm dürfen nach DGV-Richtlinien nur an Vollmitglieder eines Clubs ausgegeben werden, wenn der Golfclub an der freiwilligen DGV-Ausweiskennzeichnung teilnimmt und vom Mitglied der volle Jahresbeitrag im Club entrichtet wird. Wenn Sie ein Hologramm benötigen, müssen Sie eine Vollmitgliedschaft in einem Club anstreben, der an der Kennzeichnung teilnimmt.

Die Golf Fernmitgliedschaft Wenn Sie den jährlichen Fixbetrag gering halten möchten, da Sie viele verschieden Plätze spielen möchten, sich erstmal auf dem Golfmarkt orientieren möchten oder nur selten Zeit zum Spielen finden, lohnt sich für Sie ein anderes Mitgliedschaftsmodell - zum Beispiel eine Golf Fernmitgliedschaft bzw. eine Gastmitgliedschaft. Sie zahlen dann nur das jeweilige Greenfee, wenn Sie tatsächlich spielen wollen. Aufnahmegebühren etc. fallen bei vielen Anbietern von Golf-Fernmitgliedschaften nicht an. Sie haben damit trotzdem eine offizielle DGV-Golfclub Mitgliedschaft, die Sie zum Greenfeespiel berechtigt und eine ordentliche Handicap-Verwaltung, sodass Sie Turniere spielen können und Ihr Handicap verbessern können. Durch den geringeren Jahresbeitrag haben Sie keinen Anspruch mehr auf ein Hologramm auf dem Ausweis.

Fazit: Versuchen Sie, als erstes Ihr Spielverhalten und Ihren Spielertypus zu analysieren. Sind Sie begeisterter Golfanfänger und wollen sich erst einmal orientieren? Sind Sie Berufseinsteiger und wissen noch nicht, in welche Stadt Sie die berufliche Laufbahn verschlägt? Oder sind Sie viel  unterwegs? Lieben Sie die Geselligkeit im Golfclub? Haben Sie den Anspruch 4x pro Woche golfen zu gehen?

Das Schöne ist, dass die Golfclubs für die unterschiedlichen Bedürfnisse unterschiedliche Mitgliedschaftsmodelle anbieten. Je nachdem kann für den Einen eine Golf Fernmitgliedschaft ein guter Einstieg oder auch eine gute Dauerlösung sein. Ein anderer ist vermutlich mit einer Golf Vollmitgliedschaft im Club nebenan der glücklichere Golfer.

Quellen: DGV; Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Daniel Baltzer
(selbstständig, Hcp 24) hätte sich an seinen ersten Tagen als Golfer eine Übersicht über günstige Einstiegsmöglichkeiten gewünscht. Da es so etwas nicht gab, gründete er 2007 den Golf-Vergleich.
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