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Was ist neu in der Golf Saison 2013: Jährliche Vorgabenüberprüfung


Was ist neu in der Golf Saison: jährliche Vorgabenüberprüfung des Golfclubs wird zur Pflicht

Erstmals zur Saison 2013 ist laut DGV-Regularien der Vorgabenausschuss eines Golfclubs verpflichtet, die individuellen Vorgaben seiner Mitglieder zwingend zu überprüfen, also einen verbindlichen Handicap-Abgleich durchzuführen. Betroffen sind Golfer mit einem „aktiven“ Handicap und einer Stammvorgabe zwischen 36,0 und +0,9.

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Bereits seit etlichen Jahren sind alle DGV-Clubs angehalten, eine jährliche Überprüfung der Vorgaben nach dem DGV-Vorgabensystem durchzuführen. Die Golfclubs haben dies in der Vergangenheit nur sehr vereinzelt praktiziert, da dies ohne entsprechender Software viel zu aufwändig war und zudem als sehr unpopulär galt, die Vorgaben von Mitgliedern zu verändern.

Der Vorgang wird nun von der Clubsoftware automatisch durchgeführt. Betroffen sind lediglich Spieler mit einem „aktiven“ Handicap und einer Stammvorgabe zwischen 36,0 und +0,9. Golfer mit den Clubvorgaben 37 bis 54 sind nicht betroffen, ebenso sind Spieler mit einer „inaktiven“ Vorgabe (drei oder weniger vorgabenwirksame Ergebnisse im laufenden Jahr) nicht betroffen. Erfasst werden nur solche Spielerinnen und Spieler, die überdeutlich erkennbar ein anderes Spielpotenzial zeigen, als es die Vorgabe ausdrückt.

Dieser Abgleich soll eine gerechtere Handicap-Bewertung ermöglichen. Je mehr Turniere von einem Golfer gespielt werden, desto genauer bildet die Vorgabe die tatsächliche Spielstärke ab.

Letztlich sollen die Golfer so zu einer höheren vorgabewirksameren Aktivität am Golfplatz, wie etwa Turnierteilnahmen, bewegt werden.  Ebenso wird damit mehr "FairPlay" in den Netto-Wettspielen geleistet. Um die Chancengleichheit im Wettspiel um attraktive Preise zu gewährleisten, kann der Veranstalter (z.B. der Club) in der Ausschreibung von Wettspielen eine aktive Stammvorgabe als Voraussetzung für den Gewinn von Preisen bestimmen. Beweggrund dabei ist nicht die Bestrafung der nicht aktiven Golfer, sondern die Gewährleistung der Chancengleichheit aller aktiven Spieler.

Zur Beruhigung aller nicht so aktiven Spieler, die 2013 mit einem Vorgabe Status "inaktiv" starten: der DGV-Ausweis 2013 wird weiterhin mit Ihrem aktuellen Handicap versehen.

(Quelle: DGV)

 

Kurzer Exkurs:

Die Funktion eines Handicaps
besteht darin, die Netto-Ergebnisse von zwei oder mehr Spielern innerhalb eines Wettspiels vergleichen zu können. Das Handicap dient daher allein der Chancenwahrung eines vom Potenzial her unterlegenen Golfers gegenüber einem spielstärkeren Golfer beim „Kampf“ um den gleichen Preis (Nettopreis). Das Handicap ist also keine „Auszeichnung“ oder eine „persönliche Bestleistung“, auch wenn dies mitunter so gesehen wird.

Handicaps verändern
sich aufgrund aktueller vorgabenwirksamer Wettspielergebnisse oder aufgrund von EDS-Runden (Extra-Day-Score), aber auch aufgrund von Erkenntnissen des Vorgabenausschusses.

Die Genauigkeit des Handicaps
ist bei nur drei oder weniger vorgabenwirksamen Ergebnissen pro Jahr sehr gering. Der Spieler hat dann zwar ein im Stammblatt und auf dem DGV-Ausweis eingetragenes Handicap, eine zuverlässige Aussage über sein Spielpotenzial ist jedoch nicht möglich.

Aktive Vorgaben
werden mit mindestens vier vorgabenwirksamen Ergebnissen pro Jahr erlangt. Sie werden im Vorgabenstammblatt als „aktiv“ gekennzeichnet.

Inaktive DGV-Stammvorgabe (neu)
Eine DGV-Stammvorgabe gilt allein für Zwecke des DGV-Vorgabensystems als inaktiv, wenn sie auf drei oder weniger vorgabenwirksamen Runden in der vorigen Saison beruht und nicht während der jährlichen Überprüfung der Vorgaben bestätigt oder angepasst wurde. Eine inaktive DGV-Stammvorgabe gilt wieder als aktiv, sobald drei vorgabenwirksame Ergebnisse eingereicht werden. Weder das Spielrecht eines Spielers, die Verwaltung des HCP im Golfclub  noch sein Mitgliedschaftsstatus werden durch den Status einer inaktiven DGV-Stammvorgabe berührt.
Daniel Baltzer
(selbstständig, Hcp 24) hätte sich an seinen ersten Tagen als Golfer eine Übersicht über günstige Einstiegsmöglichkeiten gewünscht. Da es so etwas nicht gab, gründete er 2007 den Golf-Vergleich.
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